Sahra Wagenknecht

Diener der Kanzlerin kein geeigneter Bundesbankpräsident

Pressemitteilung von Sahra Wagenknecht vom 16.02.2011

16.02.2011

„Die Personalrochaden der Kanzlerin machen den Inzest bei der Besetzung der mächtigsten Positionen dieses Landes deutlich“, erklärt Sahra Wagenknecht zum Wechsel des Kanzlerberaters Weidmann an die Spitze der Bundesbank. Die stellvertretende Parteivorsitzende der Partei DIE LINKE und wirtschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion weiter:

Unabhängigkeit, Insiderwissen und Interessenskonflikte werden von der arroganten Machtclique dieses Landes als unwichtige Sensibilitäten missachtet. Stattdessen ist offenbar allein die Herkunft des Stalls entscheidend und dieser ist offensichtlich sehr klein. Noch-Bundebankpräsident Weber und Deutsche Bank-Chef Ackermann sind intime Ratgeber der Kanzlerin in Wirtschafts- und Finanzfragen. Noch-Kanzlerberater Weidmann wurde von der Bundesbank ‚ausgeliehen‘ und ist ein Zögling Webers, der ihn als Student unterrichtet hat. Genauso wie sein Kollege Staatssekretär Jörg Asmussen. Weil Ackermann satt und amtsmüde ist, wechselt dieser kleine Personenkreis nun die angewärmten Stühle. Diese geistige und personelle Enge ist unerträglich. Sollte auch noch Weber zur Deutschen Bank wechseln, dann ist diese Personalrochade ein neues Beispiel dafür wie korrupt diese Republik bzw. wie hoch die Interessengleichheit zwischen Politik und Konzernen ist. Deshalb müssen zumindest Drehtürwechsel durch eine Karenzzeit von fünf Jahren verhindert werden.