Sahra Wagenknecht
DIE LINKE

Profitgier von Daimler zerstört Arbeitsplätze

Pressemitteilung von Sahra Wagenknecht vom 21.10.2014

21.10.2014

Zur Entscheidung der Daimler-Geschäftsführung , trotz Belegschaftsprotesten und Warnungen der IG Metall Teile der Produktion des Modells 'Sprinter' aus Düsseldorf in die USA zu verlagern, erklärt Sahra Wagenknecht, erste stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE:

„Die Entscheidung von Daimler gegen das Düsseldorfer Sprinter-Werk ist eine Ohrfeige für die 1800 Beschäftigten, deren Arbeitsplätze wie etwa 5400 weitere bei Zulieferbetrieben für die Profitgier der Geschäftsführung aufs Spiel gesetzt werden. Statt den Heimvorteil der eingespielten und rentablen Produktion in dem Düsseldorfer Werk zu nutzen, setzt Daimler auf Produktionsverlagerung und maßlose Profitgier durch Lohndumping. Besonders perfide ist der Versuch der Daimler-Geschäftsführung, die Verlagerung der Produktion mit dem nebulösen Versprechen auf Investitionen in das Düsseldorfer Werk zu verknüpfen. Diese Form der Erpressung nach dem Motto „Zugeständnisse gegen Investitionen" macht in deutschen Unternehmen immer mehr Schule."

Sahra Wagenknecht weiter: „Die Empörung und Wut der Beschäftigten des Sprinter-Werks in Düsseldorf sind mehr als gerechtfertigt. Ich unterstütze die Forderung der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft nach einer langfristigen Garantie für den Erhalt aller ihrer Arbeitsplätze in der Früh-, Spät- und Nachtschicht. Der Sprinter muss weiterhin in Düsseldorf gebaut werden. Sollte Daimler die Verlagerung der Sprinter-Produktion durchdrücken, muss die Geschäftsführung auch in diesem Fall den Beschäftigten Garantien zum langfristigen Erhalt ihrer Arbeitsplätze in Düsseldorf zu geben."

Sahra Wagenknecht abschließend: „DIE LINKE fordert stärkere Mitbestimmungsrechte im Betriebsverfassungsgesetz bei Standortänderungen, Betriebsänderungen und Entlassungen. Das rücksichtslose Vorgehen von Daimler gegen seine Beschäftigten zeigt erneut, wie dringend notwendig eine verbesserte Mitsprache der Belegschaft ist."

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