Zum bevorstehenden Anti-Islam-Kongress in Köln erklären Sahra Wagenknecht, Europaabgeordnete und Vorstandsmitglied der Partei DIE LINKE., Haimo Stiemer, Bundessprecher des Jugendverbandes Linksjugend ['solid], und Özlem Demirel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE.Köln:
Am
kommenden Wochenende wollen sich Europas Neofaschisten in Köln zu einem
Anti-Islam-Kongress versammeln. Von Le Pen und seinem Front National,
über den Vlaams Belang, die Lega Nord oder Straches FPÖ sind sie mit
ihren EU-Abgeordneten und Führungseliten bei Fuß. „Sie wollen den
Kongress nutzen, um erneut Anlauf zu nehmen, eine Europäische
Rechtspartei zu gründen", meint die Europaabgeordnete Sahra Wagenknecht.
„Nachdem die Fraktion "Identität, Tradition, Souveränität" im
Europäischen Parlament an innerfraktionären Konflikten gescheitert ist,
besteht die Gefahr, dass sich Europas Neofaschisten neu bündeln und
organisieren", so Wagenknecht weiter. „Dem müssen sich alle
Demokratinnen und Demokraten entschieden widersetzen."
Einen
Beitrag dazu leistet der Jugendverband der LINKEN, der die Mobilisierung
gegen den Kölner Kongress gleichzeitig als Auftakt für die Kampagne
"Aufmucken gegen Rechts" nutzen will. „Wir wollen mit Musik und
Aufklärung nicht nur den Stiefelnazis entgegentreten. Der "pro"-Kongress
zeigt, dass der Rassismus gerade auch aus der konservativen Mitte der
Gesellschaft kommt", so Bundessprecher Haimo Stiemer. Linksjugend
['solid] wird sich aktiv an den Blockaden beteiligen.
Die Kölner
Ratsfrau Özlem Demirel wird am 19. und 20. September präsent sein, denn,
so das Motto der Aktivitäten gegen den Kongress: 'Köln ist bunt und
nicht braun'. „Die Islamfeindlichkeit ist nicht nur ein Produkt des
rechten Randes. Auch die Politik der etablierten Parteien befördert
Ressentiments gegen Muslime. Ich möchte das Zusammenleben stärken, für
gleiche Rechte für alle kämpfen und gemeinsam gegen soziale Probleme
agieren. Das ist meine Antwort auf die Braunen."
Nazis machen
sich massiv auf den Straßen breit. Faschistische Übergriffe mehren sich,
und die wachsende Verarmung immer breiterer Bevölkerungsanteile durch
Hartz IV düngt den braunen Boden stetig weiter. Nur eine gerechte und
solidarische Gesellschaft kann das faschistische Gedankengut ersticken.
Wir sagen: Der Protest gegen den Afghanistan-Krieg und der Protest gegen
den Rassismus der "Pro-Bewegung" gehören zusammen! Während wir den
Neonazis von "pro-Köln" einen Platzverweis erteilen, sind wir auch aktiv
gegen die rassistische Stimmungsmache, die auf anti-islamische
Ressentiments setzt, um so Kriege der westlichen Staaten für eine neue
Weltordnung zu begründen.
Köln/Berlin, den 16.09.08
Sahra Wagenknecht
Haimo Stiemer
Özlem Demirel


Quelle: www.vermoegensteuerjetzt.de
