Die Linke Sahra Wagenknecht rechnet in einem Buch mit dem Kapitalismus
und Deutsche-Bank-Chef Ackermann ab. Außerdem wagt sie eine Prognose zur
Finanzkrise.
Die Linke-Europaabgeordnete prangert die Auswüchse des Kapitalismus an
und sagt einen möglichen Supercrash voraus. In dem Buch mit dem Titel
„Wahnsinn mit Methode – Finanzcrash und Weltwirtschaft“ rechnet sie auch
mit dem Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, ab. Dieser
gehöre zu jenen „Renditefreunden“, die inzwischen auch nicht mehr an die
Selbstheilungskräfte des Marktes glaubten und nun die Politik in der
Pflicht sähen. Wagenknecht kommt zu dem Ergebnis: „Der Kapitalismus ist
sichtlich in schlechter Verfassung.“
Wagenknecht, die der
Kommunistischen Plattform der Linken angehört, analysiert: „Mit lässiger
Geste, als ginge es um Peanuts, schnüren Politiker diesseits und
jenseits des Atlantik billionenschwere Carepakete, um ein
manisch-depressiv gewordenes Finanzsystem vor dem Selbstmord zu
bewahren.“
Das Buch endet mit einem Ausblick auf mögliche Szenarien, die nach
Ansicht Wagenknechts in den nächsten Jahren bevorstehen könnten. Ein
denkbares Szenario sei „die Kreation der nächsten Finanzblase und damit
die erneute Verlagerung und Vergrößerung der Probleme“, schreibt die
Linke-Politikerin. Sie fügt hinzu: „Das zweite – wahrscheinlichere –
Szenario ist der wirtschaftliche Verfall der Industrieländer, der eine
lange Periode ökonomischer Stagnation und Destruktion nach sich ziehen
oder irgendwann in den ganz großen Crash einmünden kann.“